9 DEAD – Selftitled

Auf den Gewinn eines Innovationspreises ist das Quartett Gloucester City, New Jersey hörbar nicht aus. Die neun Tracks des selbstbetitelten Album-Einstands der US-Gruppe setzen sich kaum merklich voneinander ab. Auch sonst gilt hier: stumpf ist Trumpf. Der Name 9 DEAD spielt auf den tragischen Tod von neun Besuchern des 2000er Roskilde Festivals an. Der todbringende Moshpit ist dem Vierer eine musikalische Kampfzone. Trotz fehlender Pietät passt es also irgendwie. Massive Breakdowns, heftige Moshparts und effektive Death-Riffs prägen das Geschehen. Horror-Texte verstehen sich von selbst. Der Gast-Auftritt von Don Campan von Waking The Cadaver, die ebenfalls aus New Jersey stammen, passt vortrefflich. Stilistisch ist diese Gruppe ja auch im Brutal-Slam-Death-Core unterwegs. Die Beteiligten bringen Erfahrungen von The Gurchick Tree, Molesting The Dead und Vomiting Omophagia mit und verfolgen mit 9 DEAD keine überambitionierten Absichten. Die vier Musiker wollen Spaß mit dem Extrem-Sound haben, den sie über alles schätzen und sind damit zufrieden, ein solides Spielart-Release abzuliefern. Dieses eröffnet ihnen die Möglichkeit, zu touren und gut ist. Zwingend gehört haben muss man den Neun-Tracker nicht. Es drängt sich nichts auf, was 9 DEAD oder ihr selbstbetiteltes Debüt als relevant auszeichnet.

(Comatose)