Das Cover verrät bereits, worum es auf „10 Out Of 37“ geht – zumindest auf den ersten Blick. BASTIAN DA CRUZ steht allein im gleißenden Spotlight, die Akustik-Gitarre lässig umgehängt, das Mikrofon direkt vor ihm. Eine Szene, die Intimität und Fokus ausstrahlt. Doch das Bild verschweigt den eigentlichen Rahmen: Der aus Aarhus stammende Singer/Songwriter performt nicht in einem kleinen Club, sondern in riesigen Hallen vor mehreren tausend Menschen, die gebannt jede seiner Bewegungen verfolgen. Der Titel „10 Out Of 37“ ist dabei keineswegs eine kryptische Zahlenspielerei, sondern verweist auf die Entstehungsgeschichte dieses besonderen Live-Albums. Im vergangenen Jahr begleitete der 24-jährige Künstler die US-Rockgröße Godsmack als Support-Act auf ihrer Nordamerika-Tour – insgesamt 37 Shows quer durch die Staaten. Aus zehn dieser Abende – San Antonio, Denver, Inglewood, Las Vegas, Kansas City, Newark, Miami Beach, Nashville, Niagara Falls und Greenville – entstand nun eine Art persönliches Live-Best-of, das die Essenz dieser Reise einfängt. Was sofort auffällt: Die Intimität des Settings bleibt trotz der großen Venues erhalten. BASTIAN DA CRUZ schafft es, selbst in Arenen eine Atmosphäre zu erzeugen, die an ein Wohnzimmerkonzert erinnert. Seine Songs wirken wie Momentaufnahmen innerer Zustände – ehrlich, verletzlich, ungefiltert. Mit nichts weiter als seiner Stimme und einer Akustik-Gitarre zieht er das Publikum in seinen Bann. Während der Songs herrscht nahezu andächtige Stille, weil niemand auch nur ein Atemgeräusch riskieren möchte, das die fragile Magie stören könnte. Und wenn ein Song endet, bricht der Applaus los – laut, herzlich, verdient. Man wünscht sich fast, die Aufnahmen hätten diese Momente noch länger laufen lassen, denn sie spiegeln wider, wie sehr der junge Däne sein Publikum berührt. „10 Out Of 37“ ist weit mehr als ein Live-Album. Es ist das Zeugnis einer künstlerischen Reise, ein Beweis für die Kraft reduzierter Musik – und ein Versprechen, dass von BASTIAN DA CRUZ noch viel zu hören sein wird.
(Eigenrelease/Bastian da Cruz | Facebook)
