I PROMISED THE WORLD

Die junge Generation knüpft an die rohe Emotionalität der frühen 2000er an und interpretiert sie zeitgemäß. An vorderster Front dieser neuen Post-Hardcore-Emo/Screamo-MetalCore-Bewegung steht das Dallas-Quintett I PROMISED THE WORLD, das mit seiner selbstbetitelten EP und dem Wechsel zu Rise Records selbstbewusst vorangeht.

„Für uns markiert es den ersten großen Schritt in Richtung unserer musikalischen Karriere“, beschreibt es Gitarrist und Sänger Caleb Molina. „Es ist zwar nicht unsere erste Veröffentlichung, aber es fühlt sich so an, als würden wir den Leuten mit diesem Release sagen: Das sind wir.“ Musikalisch hat sich die texanische Band spürbar geöffnet und ihren Sound erweitert. „Der Prozess war nicht viel anders als bisher, aber wir haben definitiv neue Klangwelten erkundet. Sowohl indem wir in eine etwas metallischere und härtere Richtung gegangen sind, als auch indem wir unsere sanfte Seite noch weicher gemacht haben, etwa durch mehr atmosphärische Elemente.“ Dass die Ursprünge der Band tief persönlicher Natur sind, prägt Calebs Zugang zur Musik bis heute: „Dieses Fundament wird immer meine persönliche Antriebskraft für das Schreiben und Performen bleiben“, erwidert er. „Es gibt mir die Möglichkeit, meine Liebsten stolz zu machen.“

Gegründet hat er I PROMISED THE WORLD einst nach dem Tod seines Vaters. Doch nicht nur biografische Erfahrungen, auch die vergangenen Jahre als Live-Band haben ihre Spuren hinterlassen: „Der Live-Aspekt hat stark beeinflusst, wie wir unsere Songs angehen. Wir wollen, dass der ganze Raum unsere Energie spürt und unsere Präsenz wahrnimmt, sobald wir die Bühne betreten“, sagt Caleb. „Hardcore-Shows live zu sehen und Videos unserer größten Einflüsse zu schauen, inspiriert uns und hat uns gelehrt, dieselben Gefühle, die wir dabei empfinden, an unser Publikum weiterzugeben.“ Wenn es um Emo, Post-Hardcore und MetalCore geht, kann der Musiker seine Einflüsse klar benennen:

„Auf Autofahrten mit meinem Onkel liefen immer SAOSIN, ARMOR FOR SLEEP, THURSDAY, COHEED AND CAMBRIA und UNDEROATH. Dadurch habe ich mich in das Genre verliebt, was mich zu anderen Bands führte, die unsere Song-Strukturen und die Stimmung, die wir einfangen wollen, stark beeinflussen – HOPESFALL, MISERY SPEAKS, BELOVED, GLASSJAW. Die Liste könnte ewig weitergehen, und ich habe noch nicht einmal die klassischen Emo-Acts wie MINERAL, BENTON FALLS, SUNNY DAY REAL ESTATE und AMERICAN FOOTBALL erwähnt.“ Gleichzeitig speist sich der Sound der Band aus einer ungewöhnlich breiten musikalischen Basis: „R&B, die Pop-Musik der 2000er, 1980er/90er Pop-Rock und klassische Metal-Acts sind in uns allen verankert“, verrät der Musiker. „R&B-Gesang ist einer der besten überhaupt, und ich bemerke ihn selbst in Musik, die gar nicht diesem Genre angehört. Die Melodien sind universell und inspirieren unsere Gesangsmelodien wahrscheinlich unterbewusst.“

Abseits der Musik versteht sich I PROMISED THE WORLD als Kollektiv mit klarer emotionaler Mission: „Die größte treibende Kraft dieser Band ist unsere Liebe zur Musik und der Wunsch, etwas zu hinterlassen. So klischeehaft es klingt: Wir wollen, dass jeder, der uns hört, Hoffnung spürt, wenn in seinem Leben alles auseinanderzufallen scheint. Wir wollen unser Publikum dazu inspirieren, die Kontrolle über ihr Leben zu übernehmen.“

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