AUTOMATA – Heart Murmur

Bei den Franzosen von AUTOMATA gesellt sich zur Instrumentierung einer Rock-Band zusätzlich ein Keyboard, das sehr dominant eingesetzt wird und die Wirkung der Songs maßgeblich prägt. Das seit 2019 bestehende Quartett aus Paris ist überwiegend rein instrumental unterwegs. Mitunter erklingen Vocals, bei denen jedoch kaum von Gesang zu sprechen ist. Wörter versteht man ohnehin nicht. Deshalb, aber auch aufgrund des suchenden Vorgehens der Gruppe, ist „Heart Murmur“ als Kopfkino-Musik auszulegen. Ein „Post-Irgendwas“ ist zwingend. Zur Wahl stehen unter anderem Rock, Pop, Prog und – mitunter – auch Metal. Das gebotene Spektrum ist breit, der Ideenreichtum der Franzosen schier grenzenlos. Den sieben Stücken des Zweitwerks schwingt ein situativ gefärbter Eindruck mit, was zum progressiven Gesamteindruck passt. Viel näher kommt man an das Wesen von AUTOMATA nicht heran. Der Weg ist der vierköpfigen Formation aus Paris das Ziel. Die DNA des Qutlets ist durch Ausprobieren und das Schwelgen im Moment zu charakterisieren. Gemessen daran fällt das Zweitwerk fast unerwartet hörbar aus. Zur Wahrheit gehört allerdings ebenso, dass „Heart Murmur“ primär vor sich hin plätschert, dabei jedoch keine bleibende Eindrücke entstehen. Es drängt sich nichts auf, woran man AUTOMATA festmachen oder wofür man die Franzosen in Erinnerung behalten könnte.

(Atypeek/Araki)