CLINT LOWERY

CLINT LOWERY ist nicht nur Gründungsmitglied, Gitarrist und Back-Up-Sänger von Sevendust, sondern auch Tour-Musiker für Bands wie Korn und Seether. Mit Call Me No One hat er eine zweite Gruppe etabliert. Solo-Veröffentlichungen des Rock-Musikers gibt es auch immer wieder. Mit „God Bless The Renegades“ ist gerade das erste vollwertige Album unter seinem Namen erschienen.

„Das habe ich jahrelang aufgeschoben, weil Sevendust nie wirklich pausiert haben“, erzählt Clint. „Das Problem war einzig und allein, die Zeit zu finden, sich wirklich darauf konzentrieren zu können, weil ich es richtig machen wollte. Zudem wollte ich ein Label finden, das mich unterstützt und an mich glaubt. Die meisten anderen Projekte habe ich selbst veröffentlicht. Dieses Mal wollte ich das nicht tun. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass es an der Zeit war, die Songs, die ich schreibe, auch selbst zu singen. Im Verlauf meiner Karriere habe ich Lieder für viele verschiedene Sängerinnen und Sänger geschrieben. Nun wollte ich derjenige sein, der die Botschaft selbst singt. Ich hatte das Gefühl, dass ich es mir schuldig war, das endlich zu tun.“

Der Künstler aus Georgia positioniert sich im kraftvollen Rock mit treibender Härte. Melodien, Hooklines und Gesänge fallen jeweils gefällig und eingängig aus. Bisweilen geht es auch sehr emotional zu: „Die Reaktionen sind bislang durchweg positiv“, freut sich der Künstler. „Die Platte ist schon eine Weile fertig. Jetzt endlich Feedback zu bekommen, noch dazu solch positives, ist wirklich erfüllend. Einige Leute sind überrascht darüber, dass ich singe und auch als Frontmann und Texter gut funktioniere. Das wollte ich mir selbst und allen anderen beweisen.“ Das Debüt „God Bless The Renegades“ fällt exakt so aus, wie CLINT LOWERY es sich vorgestellt hat. Für die Kreativarbeit zeichnet ja auch allein er verantwortlich:

„Alles gestaltet sich viel einfacher, da es nur mich gibt“, erwidert der Musiker. „Allenfalls der Produzent oder Wolfie, der das Schlagzeug spielt, hatten genug Einblick, um überhaupt etwas einbringen zu können. Doch ich hatte eine klare Vorstellung davon, was ich umsetzen wollte. Es hat kein Komitee gegeben, das Ideen hätte abprallen lassen können. Keine Egos, die man steuern musste. Der Nachteil ist natürlich, dass ich keine anderen kreativen Köpfe um mich hatte, auf die ich mich stützen konnte, wenn ich sie doch einmal gebraucht hätte.“ Dass vieles nach seiner Hauptband klingt, stört den Gitarristen nicht: „Soweit es die musikalische Richtung betrifft, habe ich mich schlicht an das gehalten, was sich natürlich anfühlt. Anfangs waren die Songs noch sehr unterschiedlich. Mit der Zeit hat sich das gelegt. Dann war klar, dass es eine alternative Rock-Platte werden würde. Mein erklärtes Ziel war es, mich als Künstler zu profilieren und meine Stärken als Singer/Songwriter aufzuzeigen. Das war das wichtigste überhaupt. Es ging mir darum, Lieder über Dinge schreiben, die meiner persönlichen Ansicht nach ausgedrückt werden müssen. Ich musste all das tun, um mir zu beweisen, dass ich es kann.“

Textlich geht es bei CLINT LOWERY vor allem um Persönliches: „Die Songs der Platte haben lyrisch einen roten Faden. Alles dreht sich um Beziehungen und die Kämpfe in ihnen. Es ist die Aufforderung an mich und andere, im Leben nicht träge und gleichgültig zu werden, sondern sich mit anderen in Einklang zu bringen. Die zentrale Botschaft ist so etwas wie „Wach‘ auf und tu‘ etwas. Veränderung ist gut“.“ Das hat auch etwas mit der Motivationslage des Gitarristen und Sängers zu tun, die „God Bless The Renegades“ als Subtext mitschwingt: „Ich ziehe meinen Hut vor den Pionieren, Glücksrittern und all den Menschen, die nicht nur der Herde folgen, sondern davonziehen.“

www.clintlowery.net