CURSE OF CAIN

Was die Schweden Movie-Metal getauft haben, meint eine Melange aus Melo-Death, Modern-Metal und Gothic-Rock. Der konzeptionelle Ansatz von CURSE OF CAIN umfasst aber ebenso das Visuelle. Die Musiker treten mit Pseudonymen und Masken sowie in Kostümen auf. Die Geschichte um den biblischen Brudermörder Kain wird in eine futuristische Zukunft verlegt – reichlich Spektakel und fesselnde Heavy-Sounds inklusive.

Angesichts all dessen grenzt es fast an Understatement, von einer auffälligen Gruppe zu sprechen: „In der Musikindustrie gibt es so viele Talente. Heutzutage ist es so schwer, herauszustechen“, äußern Rainbow (Percussion & Vocals) und The Pirate (Bass & Vocals) auf das Auftreten und die Positionierung von CURSE OF CAIN angesprochen: „Was uns vom Rest abhebt, ist, dass wir genau das machen, was wir wollen, ohne dass uns jemand sagt, wie es sein soll. Und dass wir versuchen, uns an das Movie Metal-Thema zu halten, mit dem wir uns branden und das uns irgendwie vielfältig erscheinen lässt. Wir bauen das Wichtigste für einen guten Film beziehungsweise eine gute Geschichte: gute Musik!“ Wer sich mit dem selbstbetitelten Debüt der Schweden beschäftigt, wird dem nicht widersprechen. Das Quintett tritt cineastisch anmutend und unterhaltsam theatralisch in Erscheinung; verändert die Zusammensetzung seines unterhaltsamen Stils permanent: „In der Kunst geht es stets darum, sich weiterzuentwickeln, neue Dinge auszuprobieren und sie zu etwas zu kombinieren, das wir verwenden können“, entgegnen die Musiker. „Es ist wichtig, Erfahrungen zu sammeln und zu wissen, was funktioniert und was nicht. Wir wollen gute Songs schreiben, die in einen Film passen würden. Und wir wollen es metallisch halten. Dabei gibt es viele Überraschungen. Weil es so viel mehr Spaß macht, ihm zu folgen, werden wir diesen Weg weitergehen. Auch wenn die visuelle Inszenierung rund um CURSE OF CAIN sehr wichtig ist, wird die Musik doch immer die Grundlage dessen sein, was wir tun.“

Das erste Album der Schweden strotzt geradezu über vor Fantasie und Ideenreichtum. Die Vorlaufzeit ist allerdings beträchtlich: „Am Längsten hat es gedauert, den Sound für CURSE OF CAIN zu finden“, verraten Rainbow und The Pirate. „Die Idee für die Band ist vor etwa 20 Jahren aufgekommen. Über die Jahre hat es schon viele Songs gegeben, doch das erste Stück, das wir für dieses Album verwandt haben, war ‚Embrace Your Darkness‘. Das ist zugleich der Song, der das Fundament für unseren Sound gelegt hat und genau das darstellt, wonach wir gesucht haben. Diesen Sound und diese Energie zu finden, war ein tolles Gefühl. Danach war es nicht mehr so schwer, weil wir den Weg für uns bestimmt hatten. Wir schreiben ständig neue Musik. Um ehrlich zu sein, macht die Entstehung der Musik und Songs mehr Spaß als das, was dann am Ende dabei herauskommt. Die Reise dorthin ist die wahre Freude.“ Die Erleichterung, das Mammutprojekt endlich umgesetzt und Veröffentlichungsreife erreicht zu haben, ist dennoch spürbar: „Es ist ein großes Risiko, ein Projekt wie dieses zu kreieren“, bestätigen die beiden schwedischen Künstler. „Das ist aber auch ein Teil dessen, was es spaßig macht. Wir sind schließlich keine gewöhnliche Gruppe. Hinter den verrückten Band-Mitgliedern, die man in der Öffentlichkeit sieht, gibt es einen Haufen weiterer, ebenso verrückter Leute, die hart daran mitarbeiten, um das hier zu ermöglichen. Sie sind genauso wichtig wie die Musiker in der ersten Reihe. Wir sind eine große, verrückte Familie mit viel Erfahrung in der Musikindustrie. Weil wir sowieso schon fast unsere gesamte Freizeit zusammen verbracht haben, dachten wir uns: „Warum nicht etwas Kreatives mit unserer Zeit anstellen?“

Das Ergebnis heißt CURSE OF CAIN. Daraus ist etwas gewachsen, was uns Spaß macht. Wir tun genau das, worauf wir Lust haben, nämlich spannende Musik machen und vor allem neue Dinge lernen – und das mit tollen Freunden.“ Dem Kollektiv geht es um künstlerische Selbstverwirklichung. Was sich im Wettbewerbsumfeld tut oder wie ihre Musik aufgenommen wird, interessiert die Schweden wenig: „Es ist doch längst alles gesagt und getan“, erinnern Rainbow und The Pirate. „Muss man heutzutage wirklich noch originell sein? Uns geht es darum, unseren eigenen Sound zu definieren. Die beiden großen Fragen unserer Zeit scheinen zu sein, wie weit man seine Gitarre noch heruntertunen und wie schnell man noch schreddern kann. Dieser Trend ist nichts für uns, denn Musik ist so viel mehr als das. Alle bei CURSE OF CAIN Involvierten sind große Musikliebhaber. Metal und Hardrock sind unsere Droge. Unser Weg ist es, diese Art von Musik zu ehren und sie mit einer coolen Geschichte und Visuals zu versehen. Bei uns gibt es keine Einschränkungen. Wir probieren alles aus, was uns in den Sinn kommt. Wenn es funktioniert, dann funktioniert es! Die eine Regel, die es gibt, lautet, dass wir es immer metallisch halten und alles mit einer Atmosphäre aufbauen, die zu dem Song passt.“

www.curseofcain.se