THE LAST TEN SECONDS OF LIFE – The Dead Ones

Die Kombination aus Bandname und Albumtitel signalisiert einmal mehr, dass bei dieser Formation weder Friedfertigkeit noch Wohlklang zu erwarten sind. Dennoch zeigen sich THE LAST TEN SECONDS OF LIFE immer wieder subtil melodisch aufgeladen und stark Groove-orientiert, was ihren düsteren Deathcore-Tracks eine besondere Wirkung verleiht und sie zu kompromisslosen Extrem-Bangern macht. „The Dead Ones“ markiert nicht nur den achten Longplayer, sondern auch den Einstand des Quartetts aus Mansfield, Pennsylvania bei Metal Blade. Die Musiker nutzen die sich eröffnenden neuen Möglichkeiten selbstbewusst und ohne Zurückhaltung. Der Nachfolger von „No Name Graves“ präsentiert eine Band, die heftig, aber bewusst austeilt und mit unnachgiebigem Druck agiert. Was gemeinhin unter Deathcore gefasst wird, speist sich hier zusätzlich aus Blues-, Rock’n’Roll-, Doom- und Sludge-Elementen. Seit 2010 aktiv, erweisen sich THE LAST TEN SECONDS OF LIFE als erfahrene Songwriter, die ihre Absichten kompromisslos verfolgen und ihr Material zugleich fesselnd intensiv wie nachvollziehbar gestalten. Als Gast-Sänger sind Genre-Kollegen von SIGNS OF THE SWARM, FIT FOR AN AUTOPSY und DISTANT sowie Gründungsmitglied Storm Strope vertreten, was die stilistische Verortung der Band weiter schärft. Inhaltlich zeigt sich „The Dead Ones“ als bislang persönlichstes Werk der Gruppe. Thematisiert werden unter anderem menschliche Abgründe, Erschöpfung und dunkle Lebensphasen aus der Perspektive tourender Musiker. Das Leben im extremen Underground ist hart und entbehrungsreich – und genauso präsentieren sich die Tracks von THE LAST TEN SECONDS OF LIFE: maximale Wucht, maximale Direktheit, keine Kompromisse.

(Metal Blade)