Ziel erreicht – zumindest dann, wenn der Album-Titel tatsächlich widerspiegelt, was die schweizerisch-italienische Singer/Songwriterin mit ihrem neuen Werk beabsichtigt. „Looking For Connection“ macht seinem Namen alle Ehre, denn die Songs stellen von der ersten Sekunde an genau das her: eine unmittelbare, warme und glaubhafte emotionale Verbindung zwischen Künstlerin und Publikum. VERONICA FUSARO gelingt dieses Kunststück mit Stücken, die sich organisch entfalten, sich behutsam steigern und dabei stets zugänglich bleiben. Inhaltlich kreisen sie um Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte und Wünsche – Themen, die universell sind und doch in ihrer persönlichen Färbung berühren. Wer lebt, liebt und fühlt, wird kaum Schwierigkeiten haben, in dieses gefällige, aber keineswegs oberflächliche Zweitwerk hineinzufinden. Denn hinter der Leichtigkeit steckt Substanz, hinter der Eingängigkeit steckt Tiefe. Der Nachfolger des 2023er Debüts „All The Colors Of The Sky“ erweitert die musikalische Basis der Künstlerin spürbar. Ausgehend von einem Indie-Rock-Fundament öffnet sich das Album in Richtung Pop, Soul und moderner Singer/Songwriter-Ästhetik. Immer wieder blitzen Momente auf, die an die atmosphärische Intimität einer Billie Eilish erinnern – allerdings mit einer deutlich helleren, optimistischeren Grundstimmung. Diese Mischung verleiht dem Album eine reizvolle Vielseitigkeit, ohne dass es seinen roten Faden verliert. „Looking For Connection“ ist eines dieser Alben, die sofort vertraut wirken, als hätte man sie schon lange begleitet – und die dennoch immer wieder kleine Überraschungen bereithalten. Mal sind es subtile melodische Wendungen, mal fein gesetzte instrumentale Details, mal textliche Nuancen, die erst beim zweiten oder dritten Hören ihre volle Wirkung entfalten. So entsteht ein Werk, das nicht nur angenehm klingt, sondern nachhallt, wächst und mit jeder Begegnung ein Stück mehr von sich preisgibt. Ein Album, das tatsächlich Verbindung sucht – und sie auch findet.
(Deepdive)
