„The Weight Of Sound“ bleibt vorerst das einzige Album der japanischen Band mit John Robert Centorrino, dem früheren Frontmann der US-Deathcore-Formation The Last Ten Seconds Of Life. Er stieß 2023 zu CRYSTAL LAKE, verließ das Line-up jedoch im Frühjahr 2026 aus persönlichen Gründen. Laut Statement der Band machen die verbliebenen Mitglieder aus der Situation das Beste. Und der sechste Longplayer, zugleich das Century Media-Debüt, dient als eindrucksvoller Beleg dafür. CRYSTAL LAKE planen, die kommenden Tour-Daten mit verschiedenen Gast-Sängern zu absolvieren. Wie gut dieses Konzept funktionieren kann, zeigt bereits das Album selbst. „The Weight Of Sound“ wartet mit Features von Jesse Leach (Killswitch Engage), David Simonich (Signs Of The Swarm), Taylor Barber (Seven Hours After Violet), Myke Terry (Fire From The Gods, Volumes) und Karl Schubach (Misery Signals) auf. Die Gäste prägen nicht nur die jeweilige Songausrichtung, sondern bereichern den CRYSTAL LAKE-Sound um noch mehr Facetten. So entsteht ein enorm vielseitiges Werk, das unterschiedlichste Eindrücke bündelt: melodisch-moderner MetalCore, düstere Deathcore-Passagen, Heavy-Hardcore, progressive Elemente und Nu-Metal-Anleihen. Für Mixing und Mastering zeichnet Jeff Dunne verantwortlich, der zuletzt u. a. mit Knocked Loose, Make Them Suffer und Currents gearbeitet hat. John Robert Centorrino verleiht den Tracks stimmlich zudem eine kompromisslose Härte, wie man sie in dieser Form bislang nicht von CRYSTAL LAKE kannte. Einerseits ist es bedauerlich, dass die Zusammenarbeit mit ihm so schnell wieder endete. Andererseits sorgt genau das dafür, dass „The Weight Of Sound“ umso nachhaltiger im Gedächtnis bleibt und aus dem Band-Katalog herausragt.
(Century Media)
