AUGUST BURNS RED – Death Below

Die zurückliegenden Jahre waren nicht allein aufgrund der COVID-19-Pandemie aufwühlend und in Teilen verstörend. Die fünf Musiker aus Lancaster haben darüber hinaus auch im persönlichen Bereich einiges durchzustehen gehabt. All das entlädt sich in den Stücken der neuen Platte von AUGUST BURNS RED. Grundsätzlich setzt die Band ihren bekannten Trademark-Stil fort. „Death Below“ bietet wuchtige MetalCore-Brecher, die spannungsgeladen und vorwärtsgerichtet, mitunter aber auch atmosphärisch und zugänglich inszeniert werden. Das Spiel des Quintetts war schon immer ganzheitlich gedacht und basiert auf großen Emotionen. Insofern bleibt alles beim Alten. Frontmann Jake Luhrs & Co. stellen dieses Mal allerdings Verzweiflung und Ohnmacht in den Mittelpunkt – setzen sich allgemein mit menschlichen Schwächen und Rückschlägen auseinander. „Death Below“ entwickelt sich entsprechend düster und intensiv. AUGUST BURNS RED gehen mit sich und anderen hart ins Gericht, um zu verstehen, zu verarbeiten und gestärkt daraus hervorzugehen. Was man musikalisch und textlich hört, ist schonungslos offen und bisweilen bitter. Doch nur so funktioniert die MetalCore-Katharsis der Musiker. Die Gastauftritte von Jesse Leach (Killswitch Engage), Jason Richardson (Osiris und Chelsea Grin), JT Cavey (Erra) und Spencer Chamberlain (Underoath) veredeln einzelne Songs. Doch auch daneben erscheint mit „Death Below“ ein verdammt starkes, wenngleich unverhofft düsteres AUGUST BURNS RED-Album.

(SharpTone)