MONSTROSITY

Death Metal aus Florida steht seit vielen Jahren synonym mit MONSTROSITY. Das Quartett aus Fort Lauderdale ist seit 1990 aktiv und eine Konstante im Extrem-Underground. „Screams From Beneath The Surface“ markiert den siebten Longplayer der Gruppe. Es verbindet technische Präzision und rohe Aggression mit einer spürbaren Weiterentwicklung des klassischen Death-Fundaments. Es ist ein Werk, das die Wurzeln der Band ehrt und ihr gleichzeitig neue Facetten erschließt.

Auf die Frage, wie die Mischung aus langjährigen, zurückgekehrten und neuen Mitgliedern die Atmosphäre beim Schreiben beeinflusst hat, erklärt Schlagzeuger und Bandgründer Lee Harrison: „Beim neuen Album lief es so ab: Ich habe neun der zehn Songs geschrieben, und unser Rhythmus-Gitarrist Matt Barnes, der seit 2010 dabei ist, hat mir geholfen, sie weiter auszuarbeiten und zu verfeinern. Er hat ihnen den letzten Schliff gegeben. Während der Aufnahmen gab es dann noch Änderungen an den Bass-Parts. Sie sind eine Kombination aus Ideen unseres Bassisten Mark Van Erp, von Produzent Jason Suecof und mir. Einige Bass-Parts hatte ich schon vor dem Studio geschrieben, aber während der Aufnahmen haben wir vieles weiterentwickelt. Mark und Jason haben im richtigen Moment großartige Dinge beigesteuert.“

Im Rückblick auf die Entwicklung der Band stellt sich die Frage nach der heutigen Identität von MONSTROSITY: „Natürlich hatten wir im Laufe der Jahre viele Line-up-Wechsel, aber dadurch, dass ich der Hauptsongwriter bin, hoffe ich, dass sich eine gewisse Kontinuität durch alle Alben zieht“, erwidert Lee. „Mein Drumming, mein lyrischer Stil und die Tatsache, dass ich über die Jahre viele Gitarren-Parts geschrieben habe, tragen dazu bei, dass unsere Identität erhalten bleibt. Neue Mitglieder bringen frische Einflüsse mit, was uns immer gutgetan hat. Mit jedem Album versuchen wir, die ursprüngliche Vision weiterzuführen, die wir schon beim allerersten Demo hatten.“ Der kreative Funke, der „Screams From Beneath The Surface“ antrieb, wurzelt für den Schlagzeuger in der organischen Fortführung des Vorgängers „The Passage Of Existence“:

„Für mich ist es eine logische Weiterentwicklung, denn vier der neuen Songs entstanden bereits während des Mixings des Vorgängers. Den Rest haben wir 2020 und 2021 geschrieben. Danach folgten weitere Feinarbeiten bis Frühjahr 2023, als ich in den Audio Hammer Studios mit Jason Suecof die Drums aufgenommen habe.“ Die Balance zwischen brutaler Direktheit und atmosphärischen Momenten entstand dabei ohne strategische Planung, vielmehr aus dem natürlichen Fluss des Songwriting: „Wir haben das nicht bewusst geplant, alles ergab sich ganz von selbst. Allerdings wollten wir die Songs nicht unnötig verkomplizieren. ‚The Dark Aura‘ ist der atmosphärischste Track und sticht besonders hervor. Er gehört zu meinen Favoriten, und trotz der experimentellen Elemente ist er auf seine eigene Art genauso brutal wie der Rest.“ Die bildhafte, fast filmische Intensität vieler Songs entwickelte sich ebenfalls intuitiv:

„Das Album ist reifer als viele unserer frühen Werke, und wir sind sehr zufrieden mit der Richtung“, freut sich Lee. „Wenn überhaupt, wollen wir die Brutalität künftig noch weiter steigern. Wir werden sehen, wie die Fans live auf die neuen Songs reagieren. Das zeigt meistens, was funktioniert. Unser Hauptziel ist es immer, uns selbst zufriedenzustellen. Wenn uns das gelingt, vertrauen wir darauf, dass die Fans es ebenfalls schätzen.“

MONSTROSITY | Screams from Beneath the Surface