Das Quartett um Frontfrau Piper Ferrari teilt sich die Bühne regelmäßig mit Acts wie Dying Wish, Boundaries, Militarie Gun, Foreign Hands, Pool Kids, Touché Amoré, Botch und Better Lovers – ein Umfeld, das das Klangspektrum von ROMAN CANDLE treffend umreißt. Musikalisch dominieren Emo/Screamo, Post-Hardcore, Mathrock und Newschool-Metalcore, deren Elemente intensiv, kraftvoll und eng verzahnt aufeinandertreffen. Die Band aus Las Vegas kanalisiert in ihren Songs tief sitzende, überwältigende Emotionen. Entsprechend gefühlszentriert, eruptiv und leidenschaftlich wirken die zwölf Stücke des Debüts; selbst in den weniger komplexen, von Spoken-Word-Passagen durchzogenen Momenten. Sumerian verortet ROMAN CANDLE in der Nähe von Touché Amoré und Poison The Well, was sowohl stilistisch als auch hinsichtlich der emotionalen Aufladung des Materials ein stimmiger Hinweis ist. Und da das Interesse an Screamo-Sounds derzeit wieder aufflammt, kommt der Einstand des Quartetts aus Nevada zur perfekten Zeit. Zumal „Unadulterated“ eines der stärksten Releases dieser Richtung ist, das man in den vergangenen Jahren zu hören bekam.
(Sumerian)
