Die Australier liefern – natürlich. Von THE AMITY AFFLICTION erwartet man seit 2003 nichts anderes: dringliche, harte und zugleich eingängige Platten, die zuverlässig treffen. „House Of Cards“ fügt sich nahtlos als logischer Nachfolger von „Not Without My Ghosts“ ein. Das Songwriting bleibt geprägt von markanten Hart-Zart-Kontrasten und spannt ein Feld zwischen (gefühlt) Pop-Punk und kompromisslosem MetalCore auf. Das Quartett aus Gympie, Queensland setzt erneut auf maximale Dynamik und Wirksamkeit und zieht diesen Ansatz auf seinem neunten Longplayer konsequent durch. Elektronische Akzente erweitern das Klangbild, mal subtil füllend, mal deutlich dominanter, aber stets organisch eingebettet. Neu im festen Line-up ist Jonathan Reeves, der nicht nur den Bass übernimmt, sondern auch die Clean-Vocals verantwortet – und dafür reichlich Raum erhält. Mit „House Of Cards“ gelingt ihm ein überzeugender Einstand. THE AMITY AFFLICTION bleiben eine verlässliche Größe. Zwischen September und Oktober 2026 sind sie dann gemeinsam mit Silent Planet, Varials und Orthodox in Europa zu erwarten.
(Pure Noise)
