Das aus Philadelphia, Pennsylvania stammende Quartett hat sich längst einen Namen in der nordamerikanischen Heavy-Core-Szene gemacht und bereits mit Größen wie Knocked Loose, Wage War und Kublai Khan TX die Bühnen geteilt. Kombiniert man die brutalen Core-Sounds dieser Bands und ergänzt sie um die unbarmherzige Intensität von Great American Ghost, landet man ziemlich genau dort, wo VARIALS ihr musikalisch schonungsloses, jederzeit unerbittliches Unwesen treiben. Ihr Stil ist ein harsches Gemisch aus Nu-MetalCore, Heavy-Beatdown-Hardcore und Blackened-Noise-Core und damit eine Kombination, die kompromisslos nach vorne geht und körperlich spürbar wird. VARIALS spielen keinen Sound, den man einfach konsumiert; er trifft, schmerzt und wühlt auf. Auch textlich bleibt die seit 2013 aktive Formation ihrer düsteren, ausweglosen Grundstimmung treu. Die Songs kreisen um innere Zerrissenheit, psychische Belastung und das Gefühl, in einer Welt zu leben, die permanent an einem zerrt. Dass auf „Where The Light Leaves“ mit Skyler Conder (ex-Cell) ein neuer Frontmann sein Debüt gibt, ändert an dieser Grundausrichtung nichts – im Gegenteil. Conder fügt sich mit seiner aggressiven Stimmfarbe nahtlos in das Klangbild ein und verstärkt die emotionale Wucht der Band. VARIALS spiegeln ihre eigenen Qualen und schleudern sie in Form bitterer, schwer verdaulicher Tracks direkt auf ihre Hörerschaft zurück. Für die Produktion zeichnet erneut Josh Schroeder verantwortlich, der unter anderem mit Lorna Shore, King 810, The Plot In You, Dayseeker und Tallah gearbeitet hat. Schroeder kennt das Quartett aus Philadelphia bestens und versteht es bestens, ihren destruktiven Heavy-Core so zu inszenieren, dass er maximal druckvoll, düster und klaustrophobisch wirkt. Unter seiner Regie entfaltet „Where The Light Leaves“ eine bedrückende, aber faszinierende Intensität, die VARIALS als eine der kompromisslosesten Bands ihres Genres positioniert.
(Fearless)
