Die spanische Band ist seit vielen Jahren aktiv und hat sich in dieser Zeit stetig weiterentwickelt. Anders als viele andere Formationen haben TEKSUO ihren Stil dabei konsequent verbreitert. Auf dem fünften Longplayer präsentiert das Quintett einen ungemein dynamischen, weit gefassten Mix aus Post-Hardcore, Alternative- und Prog-Rock, Djent-Elementen, MetalCore und Modern Metal. Elektronische Akzente gehören auf dem von Frontmann Diego produzierten „The Glow Before I Go“ ebenso selbstverständlich dazu wie NuCore-/Industrial-Momente und wuchtige Breakdowns. Obwohl TEKSUO ihre melodische Seite und die ausladenden Clean-Gesänge deutlich in den Vordergrund stellen, besitzen die Songs des Albums eine beachtliche Härte. Aufgrund des variantenreichen Songwritings fällt das zunächst kaum auf. Denn ständig passiert etwas Neues. Mit ,Dogma‘ findet sich lediglich ein Track unter drei Minuten und selbst der bringt es auf 2:42 Minuten Spielzeit. Die fein arrangierten atmosphärischen Passagen und elektronischen Texturen relativieren sowohl die Brutalität als auch die technische Finesse, mit der die Band agiert. Deshalb wirkt beides dann umso stärker. Dass TEKSUO etwas Besonderes sind und es sich lohnt, ihnen Zeit zu widmen, wird sofort hör- und spürbar. Wie wach, neugierig und kompromisslos sie tatsächlich unterwegs sind, offenbart „The Glow Before I Go“ jedoch erst nach und nach.
(Eigenrelease/teksuo.bandcamp.com)
