„All Killer, No Filler“ – treffender lässt sich „Euphancholia“ kaum zusammenfassen. Die zwölf Songs bringen die Essenz von THE MELMACS auf den Punk(t): unbändige Energie, spürbare Lebensfreude und eine ordentliche Portion Reibungsfläche. Das Quartett scheut sich nicht vor klaren Worten, verpackt sie aber in einen Orgel-getriebenen Mix aus Power-Pop und Punk’n’Roll, der zuverlässig einen Ohrwurm nach dem anderen produziert. Die Band aus Dresden und Leipzig überzeugt auf ganzer Linie, weil sie auf ihrem zweiten Album kompromisslos durchzieht und ihren Stil selbstbewusst weiterentwickelt. Die Sachsen um Frontfrau Bimmi haben „Euphancholia“ erneut in Eigenregie aufgenommen. Ein Ansatz, der ihre Haltung zu Selbstbestimmung und kreativer Freiheit deutlich hörbar macht. Die Songs sprechen für sich: direkt, lebendig, voller Charme und mit einem unverkennbaren DIY-Geist. THE MELMACS bleiben ihrem Markenzeichen treu: quirlig, fröhlich, vorwärts gerichtet und grundoptimistisch. Zusätzliche Instrumente setzen feine Akzente und verleihen dem Album jene Würze, die es aus der Masse heraushebt. „Euphancholia“ ist ein Werk, das man gerne hört, weil es bestens unterhält, ansteckt und einfach Spaß macht. Es ist ein musikalischer Energieschub, der seine eigene gute Laune mühelos weitergibt und von Anfang bis Ende mitnimmt.
(Bakraufarfita)
