Menschen gehen ganz unterschiedlich mit Verlust, Trauer, Einsamkeit und seelischem Schmerz um. Für Multi-Instrumentalist und Produzent BRUCE SOORD ist Musik seit jeher ein Ort, an dem er seine Gedanken ordnen und sein inneres Gleichgewicht bewahren kann. Der Frontmann und Hauptsongwriter von The Pineapple Thief nutzt das Format eines Solo-Albums, um sein Innerstes nach außen zu kehren und um trotz der Distanz und Fremde des Tour-Lebens eine Verbindung zu seinem eigentlichen Lebensmittelpunkt und Elternhaus aufrechtzuerhalten. Das Älterwerden ist oft von Krankheit begleitet, und irgendwann endet jedes Leben mit dem Tod. Es ist ein schwieriger Prozess, der Trauer, Erinnerungen und schmerzvolle Einsichten mit sich bringt. Gleichzeitig geht das eigene Leben weiter, ob man bereit ist oder nicht. Genau diese Spannungsfelder thematisiert und verarbeitet BRUCE SOORD auf „Ghosts In The Park“ unter dem Eindruck des Tods seines Vater und einer Erkrankung seiner Mutter. Die intimen, minimalistischen und erhabenen Stücke des Albums sind überwiegend unterwegs entstanden – in Hotelzimmern, zwischen Städten, in Momenten erzwungener Stille. Entsprechend verletzlich und unverfälscht klingen sie. Auf der Basis von Akustik-Gitarre und Gesang verwandelt BRUCE SOORD seine Gefühle in berührende, traurig-schöne Songs, die Herzblut pur sind und sowohl Trauer als auch Klarheit, Würde und Einsicht widerspiegeln. „Ghosts In The Park“ wirkt wie ein stiller Begleiter durch Zeiten des Abschieds und ist ein Album, das nicht nur Schmerz ausdrückt, sondern auch die leisen Kräfte, die einen weitertragen, wenn alles andere ins Wanken gerät.
(Kcope)
