HOLY WARS – Shadow Work/Light Work

Inzwischen hat sich eine feste Vierer-Besetzung etabliert, mit der HOLY WARS ihre zunehmend intensiveren Tour-Aktivitäten bestreiten. Die aus Los Angeles stammende Gruppe hat sich längst auf großen Bühnen und im Vorprogramm von Acts wie Coheed And Cambria, Alkaline Trio, Evanescence, The Warning, Kittie oder Poppy einen Namen gemacht. Den kreativen Kern bilden weiterhin Sängerin Kat Leon und Gitarrist/Produzent Nicholas Perez. Inhaltlich und klanglich bleibt tragischerweise vieles beim Alten: Der Umgang mit Verlust ist das zentrale Motiv von „Shadow Work/Light Work“. Kat verarbeitet darauf den Tod ihrer Schwester – ein weiterer Schicksalsschlag in einem Leben, das bereits die Gründung von HOLY WARS auslöste, nachdem sie ihre Eltern verloren hatte. Die Dualität von Licht und Schatten prägt das Schaffen der Kalifornier seit Beginn. Sie zeigt sich in wuchtigen, düsteren Metal-Passagen ebenso wie in federleichten, fast zuckersüßen Pop-Momenten. Schon der Titel des zweiten Albums verweist klar auf dieses Spannungsfeld und bereitet auf das emotionale Wechselbad vor, das HOLY WARS mit ihren intensiven, gefühlsgeladenen Songs entfachen. Auf beiden Seiten des Spektrums geht es mehr denn je in die Extreme. Das ohnehin Stil-offene Selbstverständnis der kalifornischen Gruppe unterstützt die Entwicklung von „Shadow Work/Light Work“: Das Album vereint unterschiedlichste Eindrücke und Klangkombinationen, ohne den roten Faden zu verlieren. Dieser liegt vor allem in Kats markanter Stimme, deren Ausdruckskraft ebenso auffällt wie die berührende Tiefe ihrer Worte.

(Pale Chord/Rise/BMG)