Die Schweden halten seit 1989 unbeirrt an ihrer Linie fest: kompromissloser Death Metal, direkt, traditionsbewusst und dennoch mit einer modernen, zugänglichen Note, die ihre Musik seit jeher unverwechselbar macht. Diese Mischung prägt auch „In Death Throes“, das zweite Album nach dem Comeback von VOMITORY und zugleich ihr mittlerweile zehnter Longplayer. Im Mittelpunkt steht erneut ein Songwriting, das trotz aller Härte bewusst strukturiert bleibt und selbst im extremen Kontext Wert auf Wiedererkennungswert und Dynamik legt. In Verbindung mit der charakteristischen melodischen Aufladung entstehen Stücke, die sofort zünden und dank ihres ausgeprägten Heavy Metal-Flairs lange nachhallen. Die zehn Tracks, die auf „All Heads Are Gonna Roll“ folgen und anschließen, wirken geschlossen, zielgerichtet und ohne überflüssigen Ballast. VOMITORY erhöhen die Intensität ihres Spiels spürbar, ohne ihre Identität zu verwässern oder sich in übertriebener Modernisierung zu verlieren. Besonders deutlich wird dies durch den Einfluss von Christian Fredriksson, der nach seinem Mitwirken am Vorgänger nun als festes Mitglied agiert. Seine verspielten, detailreichen Leads erweitern das Klangspektrum und verleihen dem Material zusätzliche Konturen, ohne den klassischen VOMITORY-Sound zu überlagern. Vielmehr entsteht ein organisches Zusammenspiel aus Altbewährtem und frischen Akzenten. Die Produktion von „In Death Throes“ ist druckvoll, klar und zeitgemäß, bleibt aber tief im Old School-Geist verwurzelt. Crust-getränkte Elemente, schnörkellose Riffs und eine ungeschönte, rohe Brutalität bilden das Fundament, das die Band seit Jahrzehnten prägt. Diese Mischung aus moderner Schärfe und traditioneller Direktheit sorgt dafür, dass das Album sowohl vertraut als auch vital wirkt. Es ist keine radikale Neuerfindung, sondern eine konsequente Weiterentwicklung, die die Stärken der Band schärft und ihre Handschrift noch deutlicher hervorhebt. So präsentiert sich „In Death Throes“ als ein Werk, das VOMITORYs Position im Death Metal nicht nur bestätigt, sondern festigt. Es zeigt eine Band, die ihre Wurzeln kennt, ihre Energie bewahrt und gleichzeitig genug Mut besitzt, ihre Musik in kleinen, aber entscheidenden Nuancen weiterzuentwickeln.
(Metal Blade)
