WÜSTENBERG – The King’s Gambit

Als Frontmann von The O’Reillys And The Paddyhats hat sich Franz WÜSTENBERG über Jahre einen exzellenten Ruf erspielt. Nun startet er unter seinem eigenen Namen neu durch: mit einer mehrköpfigen Band im Rücken, die seinen musikalischen Anspruch teilt und erweitert. „The King’s Gambit“ markiert das Debüt des Septetts, wirkt aber vom ersten Moment an vertraut, weil WÜSTENBERG seine Stärken konsequent weiterentwickelt. Die Gruppe aus dem Bremer Umland verbindet die beiden zentralen Einflusssphären ihres lebendigen Sounds zu gleichen Teilen. Genau deshalb trifft die Bezeichnung Folk-Rock hier ins Schwarze. Und zwar ist es einer, der klar auf Live-Tauglichkeit, Energie und Publikumsnähe ausgelegt ist. Starke Hooklines und eingängige, zum Mitsingen einladende Refrains bilden das Fundament dieses beschwingten, mitreißenden Ansatzes. Mal rückt die Band die folkige Seite mit Geige, Mandoline und Klavier in den Vordergrund, mal dominiert der breit angelegte Stadion-Rock, der seine Wirkung nicht verfehlt und WÜSTENBERGs markante Stimme kraftvoll trägt. Diese Balance sorgt dafür, dass „The King’s Gambit“ gleichermaßen erdig wie hymnisch wirkt. Mit diesem selbstbewussten Vollzeit-Einstand schaffen sich die Norddeutschen eine ideale Ausgangsbasis, um sich schnell zu etablieren und vor allem, um live gefeiert zu werden. Ein Gassenhauer jagt den nächsten, ohne dass die Platte an Spannung verliert. Insgesamt acht Stücke finden sich auf „The King’s Gambit“, und jedes davon zeigt, dass WÜSTENBERG und seine Band genau wissen, was und wohin sie wollen.

(Eigenrelease)