DEATH LENS

„What’s Left Now?“ zeigt DEATH LENS in Bestform: zugänglich, melodisch, druckvoll und zugleich reifer als zuvor. Das Album verbindet sonnendurchflutete Hooks mit einer neuen Ernsthaftigkeit und erweitert den Sound der Kalifornier zwischen Garage- und Surf-Rock sowie Indie-Punk spürbar.

Wenn Frontmann Bryan Torres auf die Band blickt, beschreibt er ein Kollektiv, das so nicht geplant war: „Wir sind ohne klare Identität gestartet und haben sie uns hart erarbeitet. Durch Trial and Error, schlechte oder gute Shows und das Leben, das uns alle gleichzeitig getroffen hat. Irgendwann haben wir aufgehört, einem Sound hinterherzujagen, von dem wir dachten, wir müssten so klingen, und haben uns auf das eingelassen, was wir lieben und wer wir wirklich sind. Daraus wurde eine Art kontrolliertes Chaos – Angst mit Intention. Alles, was wir heute machen, fühlt sich wie ein Spiegel unseres mentalen und körperlichen Zustands in genau diesem Moment an. Wir sind enger denn je, mit mehr Liebe, aber auch härter zueinander, weil wir uns wirklich kümmern. Unberechenbar bleiben wir trotzdem, das ist irgendwie unser Kern.“

Diese innere Entwicklung spiegelt sich auch in der Entstehung von „What’s Left Now?“: „Ich habe über die Jahre viele Mitglieder ausgetauscht. Jede Phase brachte neue Persönlichkeiten. Es war wie ein Puzzle, das darauf wartete, fertiggestellt zu werden. Jedes Mal, wenn ich ein altes Teil entfernte, passte das neue besser; als Mensch und Musiker. Wir waren immer einer Meinung darüber, woran wir glauben, aber zum ersten Mal habe ich Leute um mich, die zu 100 % hinter mir stehen – auf und abseits der Bühne. Das hat das Bandsein nicht nur für Fans aufregend gemacht, sondern auch für uns. Eine Stimme zu haben, ist etwas Mächtiges.“ Ein entscheidender Faktor für diese Neuausrichtung von DEATH LENS war das lange Touren, das die Band an ihre Grenzen und darüber hinaus brachte. Der Frontmann erinnert sich:

„Wir hatten ein Jahr, in dem wir neun von zwölf Monaten unterwegs waren. In dieser Zeit wurde es zwischen einigen Kernmitgliedern richtig angespannt, und es entstand ein echtes Gefühl der Trennung. Es war keine leichte oder besonders spaßige Phase, aber sie hat mir gezeigt, dass Veränderungen nötig waren, damit wir als Band wachsen können. Ein Jahr später kamen Ernie (Gitarre) und Seth (Bass) dazu und haben die Energie auf Tour sofort verändert. Wir genießen es wieder, unterwegs zu sein. Es fühlt sich wie eine Familie an, mit nichts außer dem üblichen spielerischen Chaos. Auf Tour haben wir auch gelernt, was wir musikalisch mögen, welche Genres uns prägen, welche Kunst, Hobbys und Projekte uns beschäftigen. Wir haben ständig Ideen ausgetauscht und gemeinsam die Welt um „What’s Left Now?“ gebaut.“

Death Lens