FROM ASHES TO NEW – Reflections

Was von Beginn an auffällt und sich über die volle Spielzeit zieht und bestätigt: „Reflections“ ist ein kalkuliert wuchtiges, hymnisch aufgeladenes Album, das nichts neu erfindet, aber nahezu alles besser macht. FROM ASHES TO NEW setzen weniger auf eine Neuerfindung als auf eine Weiterentwicklung und Zuspitzung ihres Ansatzes. Das Quintett aus Lancaster, Pennsylvania legt sein fünftes Studio-Werk vor und stand dabei vor der Herausforderung, den erfolgreichen Vorgänger „Blackout“ zumindest zu bestätigen, wenn nicht sogar zu toppen. Die stilistische DNA bleibt unverkennbar: eine Mischung aus NuMetal, Rap-Rock und Alternative-MetalCore, die sich seit Jahren zwischen den Polen von frühen Linkin Park und Limp Bizkit sowie modernen Acts wie Bad Omens und Hollywood Undead bewegt. Die Songs von „Reflections“ sind allesamt darauf ausgelegt, sofort zu zünden. Treibende, härtere Passagen schieben die Stücke nach vorn, bevor sie in große Refrains und Stadion-Hymnen münden – ein ums andere Mal. Dabei sind sie mit einem Ohrwurm-Potenzial, das die Band inzwischen perfektioniert hat. Überraschungen bleiben zwar aus, doch gerade die Vorhersehbarkeit wird zur Stärke: Songwriting und Produktion sind so zugespitzt, poliert und wirkungsvoll, dass „Reflections“ zu keiner Sekunde an Energie verliert. Die Hooks sitzen, die Dynamik stimmt, die Mischung aus Rap, Shouts und melodischen Vocals wirkt eingespielt und selbstbewusst. FROM ASHES TO NEW spielen ihre Stärken voll aus; nicht revolutionär, aber effektiv, fokussiert und absolut bereit für große Bühnen.

(Better Noise)